CED und mein Job passen nicht zusammen – welche Möglichkeiten gibt es?

Arbeiten in der freien Natur oder beruflich viel unterwegs und jeden Tag neue, spannende Situationen und interessante Begegnungen? Für viele klingen diese Beschreibungen nach Traumjobs. Doch durch das Fehlen einer Toilette oder die physische bzw. psychische Belastung können solche Berufe für manch einen CED-Betroffenen zu einem echten Problem werden. Aber was soll man tun, wenn man einen CED-unfreundlichen Job ausübt und es aufgrund der Erkrankung nicht mehr weitergeht? Habt ihr schon mal über eine Umschulung nachgedacht oder über das Beantragen einer Erwerbsminderungsrente? Wir stellen euch kurz und knapp beide Möglichkeiten vor.

Wie bringe ich CED und meinen Beruf unter einen Hut?

Diese Frage stellen sich CED-Betroffene häufig. Es ist ist nicht leicht, diese Herausforderung mit generellen Ratschlägen zu lösen, da die Facetten einer CED vielfältig sind und sich die Krankheit bei jedem unterschiedlich manifestiert. Dennoch gibt es sowohl bei der Berufswahl als auch im Arbeitsalltag einige Tipps, die dir als CED-Betroffener helfen können, mögliche Schwierigkeiten im Berufsleben zu meistern.

Arbeiten mit CED: Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Jeden Tag arbeiten zu gehen ist für die meisten Menschen selbstverständlich und ein unverzichtbarer Teil ihres Lebensinhalts. Auch der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche sah das so und verglich die Arbeit mit dem Rückgrat, also dem Grundgerüst des Lebens. Doch was tun, wenn einem dabei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn im Wege stehen? Was, wenn ständige Müdigkeit und plötzliche Toilettengänge die Karriere gefährden?

Homeoffice erhöht Arbeitsfähigkeit von CED-Patienten

Chronisch krank sein und trotzdem die eigene berufliche Karriere vorantreiben? Ein aktuell veröffentlichtes Pilotprojekt zeigt, dass das kein Widerspruch sein muss. Das Abstract der belgischen Studie wurde im Februar auf dem ECCO Kongress in Barcelona präsentiert. Ziel der Studie „Activ84worK“ war es, durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Erkrankung das Wohlbefinden von Angestellten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa und das Klima in deren Arbeitsumfeld zu verbessern.

Stress in der Arbeit als Ursache für chronisch entzündliche Darmerkrankungen?

Die meisten Neudiagnosen eines M. Crohn oder C. ulcerosa werden in der Altersgruppe der 20-40jährigen Patienten gestellt – einer Altersgruppe also, die voll im Arbeitsleben steht und durch die moderne Arbeitswelt gefordert wird. Viele Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen empfinden dabei Stress am Arbeitsplatz als einen sehr wichtigen ursächlichen Faktor in ihrer persönlichen Krankengeschichte. Inwieweit sich Stress am Arbeitsplatz objektiv als Auslöser für M. Crohn und C. ulcerosa nachvollziehen lässt, hat nun eine große europäische Analyse anhand von über 95.000 Probandendaten untersucht.